Wir sitzen ja hier auf nem recht grossen Pulverfass, geologisch gesehen. Die Kontinentalplatten Amerikas und Euroasien knarzen hier recht haeufig und aktiv rum. Die "Spalte", genauer gesagt der "Reykjanes Ridge", bzw der "Mittelatlantische Ruecken" geht ueberigens genau durch die "unsere" Skjálfandi-Bay, bzw. durch die Myvatn-Gegend ... Gegenuber ist Amerika, ich sitz in Europa ... das hat zu Folge, das man parallel auch immer beim Wetterdienst Erdbebenvorhersagen hat!
Scheint ne tolle Ausstellung zu werden! Laut Webseite des Museums in Stralsund, dem OZEANEUM, werden in der Ausstellungshalle, u.a. Dummies eine 26m langen Blauwales (in "echt" eigentlich eher 30m, aber wir wollen nicht knickerig sein), ein 15m langer Pottwal, usw. WOW! Die Geldmittel haetten wir auch gerne :-( Das ist der feine Unterschied. Greenpeace ist auch am Start (siehe deren Blog dazu) und bringt nicht nur Geld, aber vor allem PR und Medienkompetenz mit. Neid!
Anderseits muss ich jetzt mal ein Lanze brechen und Werbung fuer uns, das Walmuseum machen, haengt hier doch uber mir das 13m lange ORGINAL-Skelett eines Pottwales, daneben haben wir ca. 7 andere Orginal-Skelette hier, von Narwhale, Humpback, Minkes, etc ... (bis auf Narwhale alle gstrandet, und glaubt mal was das fuer eine Sauerei ist, die sehr ölhaltigen Knochen zu praeperien!)
Ein Blauwal wuerde gar nicht hier rein passen, obwohl das Museumsgebaeude knapp 29m lang ist und ca. 1.600 qm2 Ausstellungsflaeche bietet!
Und die neue "Museums-Broschuere 2008" ist fertig! Ich hatte sie die letzten Wochen nebenbei komplett neu in Indesign aufgebaut, da keine RZ Daten (Farben, Schriften, etc) vorhanden waren. Try & Error, fuerchterlich! Deswegen bin ich nicht zufrieden (bin ich das je?), kleine Fehler, die man durch Dummy haetten vermeinden koennen, aber wiesoft kein Geld fuer Proofs etc ... Anyway, jezz haben wir 10.000 neuen Broschueren und die muessen unteres Volk! Muss fragen, ob ich die sinnigerweise als PDF ins Netz stellen darf ...
Die "Euroband" (?!! dont ask me!). Interessanter Gossip, der Typ im Hintergrund ist angeblich Flugbegleiter bei IcelandAir ... OMG!
Ganz Island dreht durch deswegen und wir nutzen die Chance, eine Party zu schmeissen, (siehe auch "socializing"), morgen abend! also kommt vorbei :)
Wir hoffen antuerlich auf viele Leute, aber wahrscheinlich werdens nur ein paar , andere Auslaender sein, danach viel in den Pub. Allerdings muessen wir alle wie gehabt Sonntag arbeiten (Touristen kennen keinen Sonntag) und deswegen nur maessig wild loslegen.
Ja, so ist das auf dem Land, man nutzt halt jede Chance ...
Am Montagabend hoerten wir schon davon, und am Dienstag ging es auf die Presseticker: Island jagt wieder kommerziell ("wissenschaftlich" ist natuerlich auch totaler Quatsch als Unterscheidungsmerkmal) Wale. Die Outa liegt bei 40 Minkes (Zwergwale) fuer dieses Jahr ("... what the market needs/demands ...).
Die IWC (Intern. Whaling Commision) hatte Island bis letztes Jahr so und so viele Walabschuesse freigegeben, dh. sie haben momentan keine Mandat und "go" der anderen Staaten, dh. es ist illegal.
Island interessiert das natuerlich einen Scheiss und jagt in ihren Gewaessern (ironischweise in der Flaxafloi_Bucht, direkt bei Reykjavik, wo auch Elding.is Whalewatching anbietet, draussen jagen, in der bay watchen, fuer die Befuertworter des Walfangs kein Problem).
Interessant ist und hoffentlich ein Zeichen, das sich etliche Politiker und Parteine diztanzieren.
"The governmental parties differ in their opinions about the matter and leader of the Social Democrats, Minister of Foreign Affairs Ingibjörg Sólrún Gísladóttir sent out an announcement yesterday claiming that she believed that by hunting whales, Iceland would sacrifice more benefits than they would gain. Later on the rest of the Social Democrats’ ministers followed her lead." (Source. Iceland Review)
Es muss nochmal deutlich gesagt werden, das wir uns als Museum "neutral" verhalten muessen, aber allein der Aspekt das 10 Whalewatching-Kunden, den Preis von einem Minke reinholen, sollte klarmachen, wo es lang geht. Die Gegenargumente einer jungen Islaenderin moechte ich auch nicht vorenthalten.
Ein weitere interessante Sache ist das es keinerleich (Wasser)Polizei oder Ranger gibt, die irgendwas kontrollieren koennten, dh. grundsaetzlich koennen Fischer tun und lassen, was sie wollen. Das neben Minkes, dann auch mal ein gefaehrdeter Finwal im Netz landet, passiert halt.
der sohn eines mitarbeiters hat dann samstagsabend noch ne party fuer die dorfjugend organisiert (ohne alk) versteht sich ... hoechst interessant (was sonst machen im winter hier als instrumnet lernen?) und obskure
mir ist leider aufgefallen, das ich hier nur ca. 10 Postadressen vorliegen haben und diese auch schon genutzt habe fuer Postkarten und Briefe (hoffe, das kommt alles an!)
In Zeiten von Netz und Blog scheint es ja aus der Mode, aber mal ehrlich freuen wir uns doch alle, ob das Kribbeln beim Empfang einer unverhofften Postkarte, gar eines Briefes.
Wer sich also rein egoistisch selbstbegluecken moechte, sende mir seine Postadresse (auch zwecks Merchandisingwuenschen) und wer weiss, wer weiss, liegt irgendwann etwas im Briefkasten ... wenn nicht aus island, dann spaetstens vom naechsten Auslandsaufenthalt (und sei es auch nur Bayern)
Ich freue mich natuerlich auch ueber Post!. Einfach ans Walmuseum schreiben und ein "Daniel" dazu :-)
Fuer diejenigen unter euch , die bis jetzt noch nicht genau hingeschaut haben, hier nochmal der Hinweis , das uns Arved Fuchs, der deutsche Abenteurer und seine Crew in Husavik im Laufe des Sommers besuchen werde,
Letzten Donnerstag zum " Botnsvatn" gewandert, einem in den Bergen, hier in Husavik gelegenen See. Das Wetter war wunderbar, doch man unterschaetzt, das noch viele "Snowpatches" da sind und der Boden noch sehr aufgeweicht ist. War ungefaehr 3 - 4 Stunden unterwegs und bin des öfteren vom Trail abgekommen. Leider war der See noch fast zu und es war aufgrund der Menge an Schnee nicht moeglich rumzuwandern. Das zeigt mir auch deutlich das, es im Hochland wirklich erst Anfang Juli sind macht, Touren zu unternehmen.
Ein schöner Ausflug, der anstrengend war und mich entlich mal wieder auch körperlich ein wenig gefordert hat.
Mariana und Carin, Daenin und Schwedin, waren vorgestern auf dem Husaviker Hausberg (mit dem Auto, wie es sich fuer Eingeborene gehoert) - Sie sagten, macht Sinn noch ne Woche oder so zu warten, weil sehr matschig, das alles. Mehr Bilder gibt es auf meiner Flickr-Seite.
PS: Gerade hier gelesen, theoretisch koennte ich es noch einmal versuchen!
Wenn Sie
Deutsche/-r im Sinne des Grundgesetzes und
am 2. Mai 2009 das 33. Lebensjahr noch nicht vollendet haben
ein wissenschaftliches Hochschulstudium abgeschlossen haben,
mindestens Englisch und Französisch sprechen (im Auswahlverfahren können Sie Französisch durch die VN-Amtssprachen Arabisch, Chinesisch, Russisch oder Spanisch ersetzen. Englisch ist Pflichtsprache. Spätestens bei Einstellung müssen jedoch befriedigende Kenntnisse in Englisch und mindestens ausreichende Kenntnisse in Französisch vorhanden sein)
- und ggf. Ihre Familienangehörigen - gesundheitlich geeignet sind,
Ein weiterer Staat, der in europäischen Gewässern Wale tötet, ist Island. In den kommenden Tagen wird eine offizielle Stellungnahme der isländischen Regierung über die Zukunft ihrer Walfangaktivitäten erwartet. Wir halten Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.
Gerade im Vorfeld der zwischen 23. und 27. Juni 2008 in Chile stattfindenden Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) ist es wichtig, den öffentlichen Druck auf die Walfangnationen aufrecht zu erhalten. Dadurch werden auch jene Initiativen gestärkt, die innerhalb der Walfangstaaten auf einen Wertewandel drängen. Und dabei brauchen wir Ihre Unterstützung.
von ca. 15 °C wieder runter auf 0 °C waehrend ihr alle schoen schwitzt, am rhein sitzt, grillt und BILLIGES bier trinkt, schauen wir muede aus dem Fenster und beten den Sommer herbei ... lesen, lernen, lesen ...
Gestern zum ersten Mail raus in die Skjalfandi-Bay (unter der uebrigens die 2 tektonischen PLatten des amerikanischen und euroasischen Kontinents aneinander "reiben"). Ich und Ari hatten heute "frei" und das Wetter war toll. *FREU*
Raus in die Bay, nichts zu sehen ... doch da "Harbour Porpoises" (Schweinswale), leider ist mein Objektiv nicht "gut" genug, waren zu weit weg. Sind aber meist sehr schuechtern ... dann rueber bis an die Berge und leider nix zu sehen. Mit dem Cpt. am quatschen und dieser meinte scherzend zu Ari, sie soll mich demnaechst zu Hause lassen, es scheint ja als ob ich kein guten Vibes habe ... ich mag ja fuer einige Sachen leider kein Haendchen haben, aber schlechtes Karma? Tierchen! Glaub du mal!
15 Minuten spaeter tauchte eine "Humpback" (Buckelwal) auf und DAS war ein Ueberraschung, da seid dem Schneesturm letzte Woche keine "Humps" gesehen wurde, sondern "nur" ein paar "Minkes". und dem Cpt sagte ich nur: "When karma comes around ..."
man erkennt wunderbar die langen flossen und die "doppel-blasloecher", das wiederum ist ein Merkmal von "Balean-Whales", also diejenigen, welche sich durch Sieben des Wassers, von Plankton etc ernaehren.
und wech! man beachte die Hinterflosse (Tail) dieser ist quasi ein persoenlicher Fingerprint wie auch bei uns. Dadurch und die Fine kann man per PhotoID uebers Netz nachverfolgen, welche Wahl es ist, ob er letzten Sommer schon ma da war und wo er seine WInter verbringt (z.B Azoren, Suedafrika ...). Das wird Teil meiner "wissenschaftlichen" Hilfe sein, diese PhotoID Bilder zu schiessen plus GPS Standort plus Papierkram (Wetter, Stroeming etc) zum sammeln von Daten, ...
und auf dem Weg zurueck, Cpt und Guide reichen Zimtschnecken und Kakao an die Touristen aus. Ari (rechts neben Cpt.) und ich bleiben trotzdem wachsam!
PS: Ari ist heute nochmal rausgefahren wegen ihrer Forschung, kein Humpback zu sehen ;-)
das die SSCS hier immer noch als Terroristen angesehen werden, so sagte man mir. Sollte ich doch besser mal die Buttons sein lassen, iik.
ja, natuerlich sind wir hier alle gegen "whaling", aber es ist sehr heikel dagegen zu argumentieren, da die meisten Islaender im Bezug auf "whaling" komplett dicht machen. Genauso irrational wie bei uns in Deutschland irgendwas gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn zu verlautbaren oder in Amerika, auf die Kontrolle von Waffen im Privatbesitz zu pochen.
Die einzigen Argumente, die hier in Island (wie aber auch in anderen Laender) leider, etwas bringen, sind: Geld verdienen. Durch "whale watching"! Also herkommen, Whale gucken!
Allerdings gibt es auch hier keinerlei Kontrolle, wer, wann und wie, rausfaehrt und im schlimmstenfall mit Kameras jagt. Da sind Laender wie Australien oder Neuseeland schon um Lichtjahre weiter, da sie Minsterien haben fuer die Vergabe von "Permits" an die Whale Watching Betriebe. Von "Marine Protected Areas" und "Sanctuarys" ganz zu schweigen
Hier in Island gibt es leider noch verdammt viel zu tun!
Date: The camp program starts July 12th with a program of skill and information sharing workshops, so be there by Friday the 11th, from which date camping and food will be available.
Location: The location of the camp will be made available when the camp starts through this website, infopoints in Reykjavik and Egilsstadir and an info-phone. Please know that this year we will not pre-organise any Seydisfjordur - Reykjavik transport.
Warum (als Auslaender) aktiv werden? Is doch mal wieder shit-egal, oder? Nicht wirklich!
ALCOA will auch direkt hier, in Húsavík, mit der Zustimmung der meisten Einwohner, mehr oder weniger direkt neben dem Nationalpark eine Aluminumfabrik hochziehen (angeblich, klar Arbeitsplaetze, obwohl kaum ein Islaender da arbeiten wird, sondern nur die unzaehligen polnischen Gastarbeiter, ueber die man aber bekloppterweise auch allenorts am motzen ist).
Nicht nur erst seid den "Kárahnjúkar-Dam"-Ereignissen, wird auch langsam (hoffentlich) mehr und mehr Islaenderin klar, das sie ihr einzigartige Wildniss amerikanischem Grosskapital opfern, in der Hoffnung, das wuerde Island einen Dienst erweisen. Denkste!
Wem das zu viel Leserei ist, dem empfehle ich diese Slides von Photographer Jonas Bendiksen ueber das grosse Dilemma. 6 Minuten, die sich lohnen!
Das ist natuerlich alles katastrophal. Sei es auch nur fuer den Tourismus, so auf jedenfall fuer Fauna und Flora, ganz zu schweigen von den Meeresbewohnern, wenn irgendwelche hochgiftige Abfaelle ins Wasser gelanden (Remember: Regen ist auch eine Form von Wasser!)
Es ist ungewohnt in einem Land zu leben, indem man die Sprache nicht spricht, und kaum Zugang dazu hat, wie bei Franzoesisch, Spanisch etc. Denoch versuchen wir es wacker und Arianne hat auch einen Kurs hier belegt (gespannt, was sie erzaehlt!).
Das Hauptproblem ist die Aussprache. Das was man liest ist nicht gleich dem wie man es ausspricht. Nun ja, ein "Takk" (Danke) oder "Blæss" (Auf Wiedersehen) ist noch leicht, schwieriger ist da ein "Já, sömuleiðis!" ("Ja, gern geschehen") Englisch koennen se hier fast alle, nur wollen sie oft nicht. klar, in Reykjavik, aber ich bin hier im hohen Norden.
Wer ein wenig Training moechte, oder wie ich die Sache ernsthaft angehen will, kann hier starten: